Bruteier durchleuchten für Anfänger

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Wenn ihr Eier in der Kunstbrut habt, und manchmal sogar in der Naturbrut, bietet es sich an diese ab dem 7. Tag mal zu durchleuchten, um festzustellen, welche Eier befruchtet waren und sich entwickeln. Alle anderen können nämlich schon aus dem Inkubator entfernt werden. Als wir das das erste Mal gemacht haben ward ihr schon hautnah dabei. Damals waren wir aber auch noch etwas unsicher. Alles was wir damals gesehen haben hat sich aber als richtig herausgestellt und wir haben inzwischen auch schon die Kontrolle der nächsten zwei Eierchargen hinter uns. Und schon jetzt kann ich sagen, dass es viel einfacher ist als gedacht und es ist völlig ausreichend mit einer Taschenlampe (manche nehmen sogar die Leuchte am Handy) in eine WC-Rolle hineinzuleuchten und das Ei daraufzustellen. Das klappt bei hellen Eiern exzellent, aber auch sehr dunkler Eier, wir haben es mit dunkel braunen Marans Eiern auch schon versucht, sieht man das was man sehen will. Klappt es bei euch nicht, schaut nach einer stärkeren Lampe oder besorgt euch eine Schierlampe. Habt keine Angst und macht es in Ruhe, den Eiern schadet es nicht, wenn sie mal eine Zeit lang nicht im Inkubator sind, die Glucke sitzt auch nicht non-stop auf den Eiern. Soooo, was kann man nach ca. 7 Tagen erwarten zu sehen? Schaut euch die unten stehenden Bilder einmal an.

 

Von links nach rechts haben wir hier erst ein befruchtetes Ei, welches man ganz klar an dem dunklen Fleck auf der Seite erkennt, manchmal kann man noch viel deutlichere Umrisse eines Embryos erkennen, aber das ist ja gar nicht notwendig. Großer dunkler Fleck bedeutet einfach das Ei ist befruchtet, nicht zu verwechseln mit nicht ganz so dunklem kleineren Fleck, das ist einfach der Eidotter. Wir sind uns manchmal noch unsicher, ob wir gerade nur den Dotter sehen oder einen Embryo, aber spätestens wenn man ein befruchtetes gefunden hat sieht man den Unterscheid im Vergleich doch deutlich. Auch schwimmt/schwebt der Eidotter viel freier im Ei herum, wenn man dieses ein wenig bewegt. In der Mitte haben wir dann den vielleicht schwierigsten Fall, denn dieses Ei war befruchtet, hat sich entwickelt und ist dann abgestorben. Das kann natürlich in jedem Stadium passieren und in einigen hat es noch viel mehr Ähnlichkeit mit dem linken Ei. Erkennen kann man es an einem roten Ring im Inneren des Ei’s, den sogenannten Hexenring. Man kann ihn auf dem Foto ganz leicht sehen. Aber in live ist dieser noch deutlich besser zu erkennen. Seid ihr euch unsicher, dann lasst das Ei drin, denn war das Ei jetzt abgestorben ist dies bei der nächsten Kontrolle um den 18. Tag herum deutlich zu sehen.

 

Ein entwickeltes Ei ist dann nämlich fast vollständig schwarz (siehe Foto oben, links) und das andere immer noch hell (siehe Foto oben, rechts). Das rechte Ei ist unbefruchtet oder wurde geschüttelt. Sehr gut daran zu erkennen, dass es leuchtet wie eine Glühbirne, weil nichts im Inneren das Licht absorbiert. Lasst euch nicht davon täuschen, dass auch hier ein dunklerer Fleck drin zu sehen ist, dies ist wie oben erwähnt einfach der Eidotter. Der Unterschied zum befruchteten Ei (links) ist aber trotzdem eindeutig. Das unbefruchtete Ei hier, scheint etwas weniger stark zu leuchten als das am 7. Tag, dies täuscht aber und liegt nur an den Belichtungseinstellungen der Kamera. So, ich hoffe wir konnten euch dabei helfen eure Eier in Zukunft zu schieren. Es ist wirklich kinderleicht, lasst nur die Eier nicht fallen. 😉 Viel Erfolg!

Weitere Themen zu unseren Hühnern findet ihr hier

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