Ohne chemische Waffen gegen den Kohlweißling

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Kohlweißling, Quelle: Quartl, CC BY 3.0

Ihr baut Kohl an? Dann habt ihr euch bestimmt schon mit dem Kohlweißling, bzw. seinen Raupen (siehe unten) anlegen müssen. Letztes Jahr haben mir diese kleinen Biester 😉 den ganzen Wirsing und beträchtliche Teile des Grünkohls verputzt und das obwohl ich täglich kontrolliert und abgesammelt habe und letztendlich sogar zu biologischen Kampfstoffen gegriffen habe. Dieses Mittel habe ich mehrfach gespritzt und die Raupen sind auch eingegangen, aber dem Ganzen war trotzdem nicht Herr zu werden, es waren einfach zu viele und es wirkt nicht lange vor allem, wenn es dann regnet! Und so gab ich den Kampf letztes Jahr verloren. Ich habe auch gar nichts gegen die Schmetterlinge und Raupen, ich denke sie bereichern jeden Garten. Nur leider kann man ihnen nicht sagen, fresst hier, aber lasst diese Pflanzen in Ruhe 😉 . Und sie einfach nur machen lassen ist leider keine Option, die Vögel scheinen keine Interesse zu haben, bzw. sind abgeschreckt durch die Katze und wenn man sie machen lässt werden es nur noch viel mehr. Und so habe ich entschieden den Kampf dieses Jahr erneut aufzunehmen!

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Raupen des Kohlweißlings, Quelle Bernd Kirchberg, CC BY 3.0

Aber Chemie kommt weiterhin nicht in Frage, da kann ich den Kohl gleich im Supermarkt kaufen. Eigentlich finde ich das biologische Mittel schon einen Schritt zu viel, denn eigentlich will ich weder Raupen noch Schmetterlinge töten. Und so versuche ich es dieses Jahr einfach mal mechanisch, heißt mit Netzen. Ich weiß nicht ob es funktioniert, oder ich mit Kohl besser aufhöre, ihr werdet es hier erfahren. Aber wie habe ich die Netzte installiert? Es sollte günstig sein und so habe ich ein sehr feinmaschiges 2×5 Meter Vogelschutznetz für ca. 3€ gekauft. Der Kohl ist dieses Jahr in einem 1x3m Hochbeet. Dieses Netz werfe ich über zu einem Bogen gespannte runde Kabelführungen (2m lang, Preis/Stück 1€), diese sind flexibel genug. Damit diese wiederum ordentlich stehen bleiben stecke ich 50cm lange Stahlstangen in den Boden, welche ich mir aus 2m langen Stahlstangen mit einem Durchmesser von 1cm zurechtgeschnitten habe, und stülpe die Kabelführungen darüber. Diese Stahlstangen sind wieder mal ein gutes Beispiel für baumärktliche Preisgestaltung und wie sehr man aufpassen muss: Kauft man diese im Meter (so müsste man aus Bequemlichkeit nicht mehr zusägen) kostet eine Stange ca. 2,5€ (ich brauche 8!), kauft man diese in 2m lang kostet sie ca. 4€/Stück, geht man aber nun zu den Baustoffen und kauft eine 2m lange, viel dickere, so kostet eine noch 2,5€. Ich habe also zwei von letzteren, genannt Rippentorstahl-Stangen, gekauft und zuhause in acht gleich lange Stücke geflext. Zurück zum Netz, wird dieses an den Seiten noch mit Steinen fixiert und das war es. Da ich Schmetterlinge selten krabbeln gesehen habe, denke ich, dass es nicht vollständig Dicht sein  muss. Sollte ich mich irren, wedet ihr auch das erfahren 😉 .


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