Projekt: Hühnerstall, der Boden

Damit die Konstruktion ein wenig mehr Stabilität gewinnt habe ich mich nun dem Boden gewidmet. Da der Stallboden einen Menschen tragen können soll habe ich mich dazu entschieden 25mm OSB Platten einzulegen. Hier würde es im Rückblick sicherlich auch ein bisschen weniger tun. Wenn ihr kleiner baut und niemand hinkriechen können soll tut hier sehr viel weniger. Damit die Platten gehalten werden können habe ich aus den bekannten 58mm x 38mm Rahmenhölzern Querverstrebungen eingezogen. Dies lässt sich auf den folgenden Fotos gut erkennen. Ich hab diesen Bodenrahmen 25mm tief eingelassen, damit die OSB Platten später flächig reinpassen. Das war dann auch der nächste Schritt: OSB Platten mit der Handkreissäge zusägen, einlegen und Verschrauben.

Hier haben wir ein gutes Beispiel dafür wie man Werkzeug ersetzen kann. Am genausten und schnellsten sind die Platten natürlich mit einer anständigen Tischkreissäge zugesägt, aber diese kostest auch schnell deutlich über 1000€. Mit einer Handkreissäge geht es aber auch und zwar auch ohne Führungsschiene, die nämlich auch schnell absurde 100€ kosten. Ihr braucht einfach nur etwas das wirklich gerade ist, ich habe einfach die geradeste Latte genommen welche ich da hatte, und befestigt diese mit zwei Schraubzwingen an Tisch und Schnittgut. Dann muss ein bisschen mehr gemessen und geschaut werden wo das Sägeblatt verläuft und das benötigt sicherlich seine Zeit, aber dann bekommt man auch einen sehr genauen Schnitt entlang der improvisierten Führungsschiene. Beim anschießenden Verschrauben bitte immer vorbohren, das gilt für jede Schraube, welche ihr setzt. Da die OSB-Platten relativ hart sind, lohnt es sich auch diese vorzusenken. Dafür ganz praktisch sind spezielle Vorbohrer, welche beides gleichzeitig tun. Nachdem der Boden drin ist hat das Ganze so viel Stabilität, dass man den ganzen Stall auf die Seite legen kann. Das habe ich dann auch getan, um ihn u.U. mit Holzschutzlasur zu versehen. Das tue ich, wie ihr vielleicht gesehen habt, schon die ganze Zeit sporadisch. Als Lasur verwende ich die Holzschutzlasur von Aldi und Netto, welches es jedes Jahr für kleines Geld gibt. Ich kann leider nicht sagen, ob diese hinreichend gut ist, da ich bisher nur 2 Hochbeete auch damit gestrichen habe und das älteste ist gerade mal ein Jahr alt. Im Falle des Stalls habe ich alle Balken zumindest einmal gestrichen, auch wenn diese hinterher im Inneren verschwinden, ist vermutlich Overkill, aber was kann es schon schaden. Alle Stellen, welche hinterher der Witterung ausgesetzt sind, so also auch der Boden, habe ich zweimal lasiert. Eigentlich soll man alles vorher abschleifen, das habe ich mir aber bisher immer gespart.

Update:
Ich habe mich inzwischen mal ein wenig schlauer gemacht und streiche jetzt zuallererst einmal mit Holzschutzgrund alles vor, bevor ich es dann lasiere oder lackiere. Der Holzschutzgrund ist dünn wie Wasser und schützt vor Fäulnis, etc., sehr ergiebig und auch nicht allzu teuer. Achtet zudem darauf, dass ihr am besten entweder nur mit Farben, Grundierungen, etc. auf Wasserbasis, oder Lösemittelbasis arbeitet und am besten nicht mischt. Wobei ich denke, heute kaum noch etwas dagegen spricht nur noch Produkte auf Wasserbasis zu verwenden. Ich sehe da nur Vorteile.

Sobald trocken habe ich 60mm starke Glaswolle (passt zu den 58mm tiefen Zwischenräumen durch die Rahmenhölzer) zugeschnitten und eingelegt. Tragt bitte unbedingt Handschuhe dabei, das Zeug juckt wie die Hölle, überall. Zuschneiden lässt diese sich einfach mit einem Teppich- oder Brotmesser. Gleichzeitig habe ich mit und mit den Boden mit Rauspund geschlossen, indem ich diese abgelängt (immer 4 gleichzeitig mit der Kappsäge), vorgebohrt, gesenkt und verschraubt habe. Ich habe die dünnste verfügbare Version genommen (12,5mm), da der Rauspund keiner großen Belastung unterliegt, sondern einfach nur die Wand schließen soll. Am Boden muss es natürlich auch nicht gut aussehen und so nehmt einfach die günstigsten Bretter, die ihr finden könnt. Zuletzt, wird der Rausspund noch lasiert und der Boden ist fertig. Ab zurück auf die Beine mit dem Stall.

 

Weiter zum nächsten Teil: Die erste Außenwend

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